
Sie war ein schwarzes Mädchen
Sie war ein schwarzes Mädchen* ist ein fiktives, interdisziplinäres, spartenübergreifendes, 3teiliges musikalisches Werk in das sowohl meine bosnischen Wurzeln als auch andere autobiografische Züge mit einfließen, aber nicht zentral sind. Als Überthema des Werkes ist die Rolle der Frau in der Gesellschaft zu nennen. Dabei behandle ich die Frauenrolle vor dem Hintergrund historisch gewachsener Konventionen -auch unterschiedlicher Kulturkreise-, sowie traumatischer Ereignisse wie Krieg und Vergewaltigung. Wie kann sich eigene weibliche Identität, Stärke und Unabhängigkeit in diesem Kontext entwickeln,
wie kann Frieden und Seelenheil gefunden werden?!
Die entstehende Musik zeichnet sich durch ihre großen Kontraste aus: Klassische und Jazzelemente stehen neben Anklängen von Film und Schlager; Tanzrhythmen (Gypsy, brasilianische Rhythmen u.a.) sowie elektronische Musik werden verknüpft, vermischt, überlagert, weiterverarbeitet, kontrastierend oder parodierend eingesetzt.
So erzählt die Musik mit Ernsthaftigkeit und Humor, mit Parodie und Überzeichnung bis hin zur Groteske diesen täglichen (Befreiungs-)Kampf einer Frau in den gesellschaftlichen, politischen und persönlichen Zwängen. Das Werk möchte die ZuhörerInnen auf brisante und hochaktuelle gesellschaftliche und politische Themen stoßen. Es möchte bewußt Fragen aufwerfen, zur Diskussion anregen, aber auch Mut machen den eigenen Weg, den eigenen Lebensrhythmus zu
finden.
*“Schwarz“ im Sinne von anders, nicht konform, rebellisch, schwarzes Schaf, gebranntmarkt
Teil 1
In einer reinen Nacht
Teil 2
Sie war ein schwarzes Mädchen
Teil 3