Ivana Vukovic
Ivana Vukovic wurde 1987 in Sarajevo - Bosnien-Herzegowina - geboren. Erste Erfahrungen mit Musik- und Tanzperformances sammelte sie bereits in der Grundschulzeit und begann mit dem Klavierspiel. Sie betätigte sich begeistert an allen musikalischen Angeboten wie Kirchenchor, Jugendtheater und besuchte zahlreiche Tanz-, Theater- und Filmworkshops in Osteuropa und Holland. Aufgrund ihrer künstlerischen Vielseitigkeit entschloß sich Ivana Vukovic schließlich für ein Studium der Bildenden Kunst an der Akademie in Sarajevo, das sie 2013 abschloß. In dieser Zeit engagierte sie sich auch in einer NGO zur Unterstützung der LGBTIG Community in Sarajevo. Es folgte ein Masterstudium Bühnenbild und Szenischer Raum an der TU Berlin.
Ivana Vukovic arbeitete für Theater- und Filmproduktionen mit Regisseuren wie Rosa von Praunheim, Henner Winkler und Ulrich Köhler, sowie in Opernproduktionen wie Don Giovanni, Ring des Nibelungen (Staatstheater Wiesbaden, Regie: Uwe Laufenberg).
In dieser Zeit begann ihre Beschäftigung mit dem Thema Selbstidentität und den Schatten der Vergangenheit. Daraus resultierte die Entwicklung von Musik und Drehbuch zu dem Kurzfilm „Gebilde der Nacht“ sowie Geschichten wie „Ich heiße JO“ (Abkürzung von Joy). In diesen Erzählungen schildert ein kindliches Ich die Verwirrung im Selbstsein, das sich an der Frage nach dem adäquaten Namen (männlich, weiblich, Sicht der Freundinnen, der Mutter…) aufhängt.
Nach langer künstlerischer Bearbeitung dieses inneren „Knotens“ entschloss sich Ivana Vukovic 2020 zu einem rigorosen aber folgerichtigen Schritt: Sie gab ihre bisherige Tätigkeit als Bühnenbildnerin und Szenografin auf und widmete sich wieder voll und ganz der Musik und dem musikalischen Ausdruck.
Seitdem bildet sie sich musikalisch weiter durch Unterricht in Harmonielehre und Komposition sowie in Gesang und Instrumenten wie Keyboard, Harfe, Cello und Schlagzeug.
Dieser Schritt legte den Grundstein für die Entwicklung des Projektes „Skizzen meiner Sehnsucht“ und für die Gründung des Kunstkollektives „Ivana & DIY Ensemble“.